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Sandra Mayer hat am Samstag beim
Turn-Weltcup in Marburg für das bisher beste ÖFT-Frauen-Resultat gesorgt.
Die 17-Jährige, die bereits in der Sprung-Qualifikation Zweite geworden war,
belegte im Finale sensationell Rang drei.
Mit 8,762 Punkten musste sich die Oberösterreicherin nur der Tschechin Jana
Komrskova (9,112), die bereits im Vorkampf klar Beste gewesen war, sowie der
Kanadierin Alyssa Brown (8,850) geschlagen geben.
Olympiasiegerin geschlagen
"Ich bin überglücklich, hätte das kaum für möglich gehalten", lautete der
überglückliche Kommentar von Mayer, die sogar die amtierende
Sprung-Olympiasiegerin Monica Rosu aus Rumänien hinter sich ließ.
Dabei hatte das Finale gar nicht nach Wunsch für die Leondingerin begonnen.
"Ich war sehr nervös, deshalb hat wahrscheinlich auch der erste Sprung nicht
optimal geklappt. Ich habe meinen Überschlag mit Bücksalto leicht verzogen,
bin etwas schief gelandet", so Mayer.
Deshalb setzte sie im zweiten Durchgang alles auf eine Karte - mit Erfolg.
"Ich habe mir gedacht: Jetzt ist es egal, gib Vollgas. Plötzlich war ich
ganz ruhig und konzentriert, daraufhin hat der Omeliantschik im zweiten
Versuch perfekt funktioniert."
Rang zwei in Reichweite
Bei einem besseren ersten Versuch wäre für Mayer sogar Rang zwei drinnen
gewesen. "Aber man soll nicht unbescheiden sein", betonte die
Weltcup-Dritte.
Bisher war Rang fünf das beste Weltcup-Resultat einer österreichischen
Turnerin gewesen. Diesen hatte am Mittwoch in Glasgow Carina Hasenöhrl
ebenfalls im Sprung-Bewerb erreicht.
Es war überhaupt erst der zweite Podestplatz für den ÖFT in der
Weltcup-Geschichte. Vor Mayer war bisher nur Marco Baldauf 2003 in Cottbus
als Reck-Dritter auf dem Stockerl gestanden. |