![]() |
.
|
. | . |
|
. |
|
. Rhythmische Gymnastik: Caroline Weber unerreicht, Rhythmische Gymnastik: jetzt sogar mit Weltrekord! . Das langjährige österreichische Aushängeschild Caroline Weber prägte auch 2012 die rot- weißrote RG-Szene. Bei der Europameisterschaft in Nishni Nowgorod gelang ihr der starke elfte Rang, vier fehlerfreie Küren brachten ihr in London bei ihren zweiten Olympischen Spielen den 18. Endrang ein. |
|
.![]() Caroline Weber |
. |
|
. Trampolinspringen: Spatt erstmals bei der EM vorn dabei. . Das Trampolinspringen, die vierte olympische ÖFT-Sparte, schaffte 2012 nach mehrjähriger konsequenter Aufbauar- beit den Anschluss an das internationale Niveau. Die EM in St. Petersburg erwies sich dabei als die bislang erfolg- reichste. . Martin Spatt und Jakob Wallentin gelang im Synchronbe- werb Österreichs erste Elite-Top10-Platzierung. Im U21- Einzel (diese Altersklasse gab es im Paarspringen nicht) gelang Spatt der erste Finaleinzug bei einem internatio- nalen Einzel-Titelkampf – und in diesem eine Steigerung bis hinauf auf Platz 5. . Besonders positiv zu vermerken ist die progressive Nach- wuchsentwicklung an so vielen Standorten wie noch nie: Spatt und Wallentin sind keine Einzelphänomene, sondern die Spitze eines Eisberges. |
.![]() Martin Spatt |
|
. Sportaerobic: Erste WM-Medaille und erster Weltcupsieg Sportaerobic: für Lubi Gazov! |
|
![]() Lubi Gazov |
. Lubi Gazov erfüllte sich bei der Sportaerobic-Weltmeister- schaft in Sofia einen Kindheitstraum: Sie qualifizierte sich nicht nur für das Damenfinale, sondern steigerte sich in diesem bis zur WM-Bronzemedaille! Es war dies die erste WM-Medaille des ÖFT seit 62 Jahren. Vanessa Adamec setzte die Erfolgsliste fort, und erreichte als Siebente das U15-Finale – gegen um bis zu zwei Jahre ältere Kon- kurrenz. Beim Heim-Weltcup Ende Oktober in Kufstein ge- wann Lubi Gazov dann sogar den ersten Weltcupbewerb überhaupt für den ÖFT. . Sportakrobatik: USA went USA. . Österreichs bis jetzt größtes Team bei einer Sportakroba- tik-Junioren-WM stammte zur Gänze vom Verein USA aus Krems. Am Ende schauten in Buena Vista (Florida) die Ränge 21, 24 und 25 unter über 30 Konkurrenten heraus. Österreich ist erst seit vier Jahren bei int. Titelkämpfen präsent und zuvor war man stets auf den „eher letzten“ Plätzen zu finden. Demnach ein Fortschritt. |
|
. Team-Turnen: Zweimal in den Top10 der EM. . Erfreuliches österreichisches Abschneiden auch bei der Europameisterschaft im Team-Turnen: Das „Team Kärnten“ beendete Mitte Oktober in Aarhus (Dänemark) sein EM-Debut auf Platz 7 im Mixed-Bewerb. Das Turnsportzentrum Dornbirn verbesserte sich gegenüber der EM 2010 um zwei Ränge und klassierte sich als Achte bei den Frau- |
.![]() TSZ Dornbirn |
|
en. Die Finali der besten Sechs wurden von beiden Teams
mit feinen Leistungen nur knapp verpasst. Bei der Staatsmeisterschaft im November in Wolfurt sicherte sich das TSZ Dorn- birn vor den Kärntnern zum sechsten Mal en suite den nationalen Titel – und gewann darü- ber hinaus drei der vier Nachwuchsklassen. |
|
|
. Herausforderung Turn10® in der Schule. . Das in Österreichs Turnvereinen sehr erfolgreiche Basis-Gerätturnprogramm Turn10 legte auch 2012 weiter zu. Besonders beeindruckend: Bei der Österreichischen Meisterschaft Anfang Dezember in Klagenfurt nahmen trotz notwendiger Kinder- und Jugend-Qualifikation auf Bundeslandebene insgesamt 600 Aktive aller Altersstufen aus über 80 Vereinen teil. In den zahlreichen Jahrgangsklassen gingen die Medaillen an über 50 Vereine und in alle Bun- desländer. Überall dort wird auf hohem Niveau trainiert. Um die Qualität und die Dichte des Vereins-Gerätturnens in Österreich muss einem daher gar nicht bange sein! |
|
|
. Gleichzeitig startete der ÖFT mit der „Turn10- Challenge“ sein vielleicht schwierigstes Projekt: Wieder mehr Gerätturnen in Österreichs Schulen zu verankern. Dazu ist eine verbesserte Aus- und Weiterbildung der Lehrer ebenso notwendig und wird kräftig vorangetrieben, wie man das „Turnen als Grundsportart“ imagemäßig mit den verwand- ten Trendsportarten Parkour, Freerun oder Street Dance verbindet. Zu Jahresende 2012 waren be- reits 200 Schulen mit über 16.000 Schülern für die „Turn10®-Challenge“ angemeldet. |
.![]() |
.![]() |
. Turnende Fußballer – warum sie besser sind. . Ein weiteres vom Sportministerium gefördertes Projekt zum „Turnen als Grundsportart“ wurde nach vier Jahren sehr erfolgreich abgeschlossen: Österreichs beste 12- bis 14-jährige Fußballtalen- te lernten in neun Landesausbildungszentren des ÖFB in mehreren wöchentlichen Einheiten bei kompetenten Trainern turnen. . Am Ende dankte der ÖFB dem ÖFT sehr herzlich: Die Fußballer entwickelten dank Turnen eine deut- |
|
lich bessere Koordination und ein besseres Körpergefühl, spielen
deshalb auch besser und sind weniger oft blessiert. Turnen in Gestalt eines zum Projektabschluss erstellten Praxis- Leitfadens ist daher jetzt Bestandteil des ÖFB-Ausbildungskonzeptes. |
|
.![]() Friedrich Manseder |
. ÖFT-Führung wiedergewählt und wichtige Strukturweichen gestellt. . An der Spitze eines nahezu unveränderten Vorstandteams wurde ÖFT-Präsident Prof. Friedrich Manseder Mitte September 2012 einstimmig in seiner Funktion bestätigt. Ebenso einstimmig ver- abschiedete der Verbandstag eine Satzungs-Strukturreform, die professionelle Letztverantwortung im Sportarten-Management ermöglicht. Sofort direkt davon betroffen waren die olympischen Sparten Kunstturnen und Rhythmische Gymnastik. Deren haupt- berufliche Sportdirektor/inn/en sind jetzt mit allen Rechten und Erfolgspflichten in den Verbandsgremien verankert, es gibt keine ehrenamtliche Parallelstruktur mehr. . Weltcup, Grand Prix, Austrian Open & Co: 13 ÖFT-Meisterschaften und 17 internationale Meetings als Botschafter. . Das „Wettkampf-Veranstaltungs-Pflichtprogramm 2012“ bedeu- tete für den ÖFT insgesamt 13 getrennt organisierte Staatsmeis- terschaften und Österreichische Meisterschaften mit 222 Bewer- ben in neun verschiedenen Turnsportarten. Die Kür bildeten 17 internationale Meetings in Österreich, die vom ÖFT, den Landes- |
|
verbänden oder hoch engagierten Vereinen veranstaltet worden waren. Dabei stachen der Grand Prix der Rhythmischen Gymnastinnen mit der absoluten Weltspitze in Hard am Boden- see und der Sportaerobic-Weltcup in Kufstein besonders heraus. Weitere internationale Highlights bildeten das „Austrian Team Open“, der „Alpen Adria Cup“ und das Jugendwelt- turnier „Future Cup“ im Kunstturnen, während mit dem „Alpencup“ erstmals nach zwölf Jahren wieder ein großes internationales Trampolin-Meeting in Österreich stattfand und zur bleibenden Einrichtung in Salzburg werden soll. |
|
|
. Erfolgreich unterwegs, doch längst nicht am Ziel. . Die erfreuliche Gesamtbilanz: Am Ende des Jahres 2012 gibt es in Österreich auf Bundes-, Landes-, Vereins- und Schulebene nicht nur mehr, sondern auch besseren Turnsport, als 12 Monate zuvor! . Trotz des ungebrochenen Erfolgstrends des ös- terreichischen Turnsports auf allen Ebenen ist jedoch festzuhalten, dass die ÖFT-Nachwuchs- und Spitzensportarbeit im internationalen Ver- gleich von konkurrenzfähigen Rahmenbedingun- gen nach wie vor weit entfernt ist. Gerade der in den letzten Jahren gelungene Aufholprozess macht dies umso schmerzhafter bemerkbar. . Es existieren in Österreich für den Turnsport zu wenige hochleistungstaugliche Trainingsstätten (de facto gibt es bundesweit keine einzige mit |
.![]() |
|
zeitgemäßem
Weltstandard), zu wenige Trainerposten und nach wie vor findet z.B. keine
optimale Zusammenarbeit mit dem Schulsystem für ein effizientes Talente-Scouting statt. Offene Baustellen gibt es also noch einige – und entsprechend viel Arbeit ist schon 2013 |
|
| wieder zu leisten. |
Text: Robert Labner |
|
|
Die Sponsoren, Partner und Ausrüster des ÖFT: |