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2011 begann
für den ÖFT spannend und endete erfolgreich: Nach einer
Statutenre-
form stieg man im Jänner unter der Leitung des neu gewählten Präsidenten
Prof. Friedrich
Manseder mit einer neuen Organisationsstruktur, mit
neuen
Aufgabenverteilungen und mit
viel frischem Wind in die Arbeit ein. Zwölf
Monate später ist klar: Das innovative System
hat sich bewährt – der weiter deutlich nach oben zeigende sportliche
Erfolgstrend bestä-
tigte den Reformeifer.
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Kunstturnen: Ein Österreicher
erstmals die Nr. 1 der Welt! |
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Fabian Leimlehner am Reck |
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In den Jahren zuvor ließen mehr und mehr ÖFT-Athleth/
inn/en mit Weltcup-Punkterängen aufhorchen, zuletzt
waren Weltcup-Medaillen keine Sensation mehr. Einen
weiteren Riesenschritt bewältigte Fabian Leimlehner
mit
seinen Spitzenergebnissen:
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Anfang Oktober warf ihn die offizielle Weltrangliste des
Internationalen Turnerbunds als Nr. 1 am Reck aus – und
er hielt diese Position vor Chinas Olympiasieger Zu Kai bis
zum Jahresende! Etwas Vergleichbares hatte zuvor noch
kein österreichischer Turner geschafft. 2011 fünffacher
Staatsmeister, brillierte Leimlehner auch bei der EM und
qualifizierte sich für das Mehrkampffinale, schloss weiters
den Gesamtweltcup am Barren als Elfter ab. |
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Insgesamt schafften es 2011 sieben
österreichische Tur-
nerinnen und Turner in die Weltcup-Punkteränge:
Neben
Leimlehner auch Marco Baldauf (Reck-Gesamtsechster),
Elisa Hämmerle (Boden-Weltranglisten-Neunte am Ende
ihres ersten Elite-Jahres), Barbara Gasser (Weltcup-Ge-
samtelfte am Stufenbarren), Lisa Ecker,
Jasmin Mader,
Matthias Decker und Alexander Leidlmair.
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In der
mehrstufigen Olympia-Qualifikation erreichte der
ÖFT ebenfalls sein Ziel: Man ist zum Jahresende sowohl
bei den Frauen wie den Männern noch im Rennen um den
je einen maximal möglichen Startplatz für die Spiele in
London. Ob die Olympia-Qualifikation endgültig klappt,
wird knapp nach
Jahreswechsel fest stehen. |
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Barbara Gasser |
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Olivia Jochum |
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Vier
Nachwuchshoffnungen durften 2011 bereits ihre ers-
ten olympischen Erfahrungen
sammeln: Olivia Jochum,
Elena Metzler, Marlies Männersdorfer und Severin
Kranzl-
müller bestätigten beim „EYOF“ (Europäisches Olympisch-
es
Jugendfestival) ihre Nominierung durch das ÖOC. Jo-
chum schaffte es im
türkischen Trabzon sogar ins Finale.
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Rhythmische Gymnastik:
Jetzt schon die Nr. 6 in Europa! |
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Caroline Weber führte Österreichs Nationalteam bei der RG-
Europameisterschaft in Minsk ein weiteres Mal zu einem „All
Time High“: Platz 6 in der Nationenwertung (wobei noch vor
Kurzem „für uns“ als unschlagbar geltende Größen wie Bulga-
rien, Spanien, Italien, Deutschland oder Griechenland abge-
hängt wurden).
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Weber selbst erreichte erstmals ein
EM-Gerätefinale (Platz 8)
und außerdem ihr sportliches Hauptziel: Als 15. der WM im
September in Montpellier qualifizierte sie sich direkt für die
Olympischen Spiele 2012, ihre zweiten nach Peking 2008. Die
ungefährdete Nr.1-Position in Österreich untermauerte das
„Caro-As“ der RG zum neunten Mal hintereinander mit dem
Gewinn aller fünf Einzel-Staatsmeistertitel. |

Caroline Weber
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Nicol Ruprecht |
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RG-Nationalgruppe 2011 |
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Im Schatten Webers kämpfte
sich Österreichs Nr. 2 Nicol
Ruprecht erstmals unter die
Top20 der EM und kletterte in
der Weltrangliste trotz einer
verpatzten WM bis auf Platz
28 (zum Vergleich: im selben
Alter, mit 19, war Weber da-
mals 2005 noch nicht ganz so
weit vorne zu finden).
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Österreichs Nationalgruppe schied leider aus der
Olympia-
Qualifikation aus (Platz 17 in der Weltrangliste zu Jahresende
nach
Platz 11 im Jahr zuvor, nur zwölf dürfen zu Olympia),
dafür machte der
extrem talentierte Nachwuchs viel Freude:
Der „Druck von unten“ ist enorm.
Alle wissen jetzt, dass man
es „auch als Österreicherin“ bis in die
Weltspitze schaffen
kann – und strengen sich dementsprechend mächtig an.
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Eine mehrtägige gemeinsame „RG-Zukunftsklausur“ der
Ver-
antwortungsträgerinnen des ÖFT und der Landesverbände
justierte deshalb
im November die Weichen für die Zukunft
neu: Mit einem neuen
Wettkampfprogramm, einer optimier-
ten Kader- und Trainingsstruktur sowie
weiter verbesserten
Trainings-Rahmenbedingungen wird die Plattform
zukünftiger
Erfolge verbreitert und erhöht. |
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Trampolin-Junioren: WM-Medaille knapp
verpasst.
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In der dritten „olympischen“ Turnsportart, dem
Trampolinspringen, ist Österreich internati-
onal noch nicht so weit vorn zu finden wie im Kunstturnen und der
Rhythmischen Gymnas-
tik. Angeführt von Martin Spatt und
Jakob Wallentin sucht eine neue
Athleten-Generation
allerdings erstmals den internationalen Anschluss – und findet ihn. Die
beiden verpatzten
zwar im November ihre WM-Finalkür im Synchronbewerb und wurden „nur“ Achte –
was sie
umso mehr ärgerte, als die Medaille in Griffweite war. Schon im Juli stellte
sich die Sparte
Trampolinspringen gemäß den neuen international fokussierten Zielen
organisatorisch neu
auf. So arbeitet man nun u.a. bereits erfolgreich an der Errichtung eines
ersten ÖFT-Leis-
tungszentrums sowie an der Gewinnung neuer Vereine und Trainer.
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EM-Platz 4 der Sportaerobic,
Junioren-Europacup-Gesamt-
sieg im Team-Turnen, "Die Große Chance" toll genützt.
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Die „nicht olympischen“
Turnsportarten haben es in Österreich deutlich schwerer, als die
„olympischen“: In Ermangelung entsprechender staatlicher Unterstützung
müssen sie mit |
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Lubi Gazov |
viel
geringeren Budgets das Auslangen finden (was aller-
dings nicht bedeutet, dass der olympische Sommersport
in Österreich ausreichend finanziert wäre: hier besteht
quer über die Sportverbände im internationalen Vergleich
ein krasser Wettbewerbsnachteil).
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Nichtsdestotrotz dürfen sich die Sportaerobic, die Sport-
akrobatik, das Team-Turnen und das Rope Skipping über
ein
erfolgreiches
Jahr 2011 freuen. Insgesamt verbesserte
sich deren internationales Niveau ebenso kontinuierlich
weiter wie die österreichweite Nachwuchssituation.
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An der Leistungsspitze überzeugten Lubi Gazov
als EM-
Vierte der Sportaerobic sowie die Team-Turner/innen:
Das Wolfurter Burschenteam verteidigte seinen Junioren- |
Europacup-Gesamtsieg aus 2010 erfolgreich, die Dorn-
birner Mädchen schafften
es auf Platz 3. Im Elite-Mixed-
Europacup steigerte sich die Turnerschaft Wolfurt sogar
auf den zweiten Gesamtrang, während sich das Turn-
sportzentrum Dornbirn den
Staatsmeistertitel zum fünf-
ten Mal in Folge sicherte.
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In der Sportakrobatik steht als bestes
EM-Ergebnis 2011
ein 13. Rang im Juniorinnen-Trio zu Buche. Ein Millionen-
Publikum überzeugten die beiden Akrobatikgruppen „The
Freaks“
(Turnverein St. Valentin) und „Magic Acrobatics“
(Union Sportakrobatik
Krems) jedoch auf völlig andere
Weise. Beide schafften es dank Publikums-Voting über
mehrere ORF-Live-Auftritte zur Primetime bis in das
Fina-
le der Casting-Show „Die Große Chance“. Dort jubelten
die Kremser
Akrobatinnen schließlich sogar über Platz 3.
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Welt-Gymnaestrada:
Fast 600 Öster-
reicher als erfolgreiches Rekordteam.
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Im Juli 2011 ereignete sich in Lausanne die 14.
Auflage
der Welt-Gymnaestrada (nach Nr. 13 in Dornbirn 2007).
Eine Woche lang gestalteten rund 20.000 Teilnehmer aus
55 Ländern aller Kontinente dieses „weltgrößte Sportfes-
tival ohne Wettkampf“ mit ihren Gruppen-Turnshows.
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Österreichs
Gymnaestrada-Rekordteam von fast 600 Per-
sonen schaffte mit sehr
selbstbewusstem und hochklas- |
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TS Wolfurt:
Junioren-Europa-
cup-Sieger im Team-Turnen
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"Magic
Acrobatics" aus Krems:
Platz 3 in "Die Große Chance" |
sigem
Auftreten zahlreiche große Publikumserfolge.
Mit dabei waren 19 ÖFT-Vereinsteams
aus
sieben Bundesländern, die bei Hallen-Aufführungen, City Performances, beim „Austrian |
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Riesenpublikum und Riesenerfolg für
Österreich bei der Welt-Gymnaestrada |
Evening“ und die TS Röthis sogar bei der
exklusiven FIG-Gala auftraten. Zum
Finale
des österreichischen Länderabends gab
das internationale
Publikum eine Standing
Ovation. Beim Herzstück der Gymnaestra-
da, den über
fünf Tage in acht Hallen lau-
fenden Gruppenshows, gab es für die Ös-
terreicher fast nur voll besetzte Tribünen
mit bis zu 2.500 Zusehern pro
Auftritt.
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Welche Note erhält Turn10
in der Schule?
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Das in den Turnvereinen überaus
erfolg-
reiche Basis-Gerätturnprogramm Turn10 |
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legte
auch 2011 weiter zu. So wurde für die
ÖFT-Bundesmeisterschaften im November in
Schwaz erstmals ein Team-Qualifikationssystem notwendig, um dem riesigen
Teilnehmer-
Interesse Herr zu werden. Gleichzeitig startete der ÖFT mit „Turn10®
in der Schule“ sein
vielleicht schwierigstes Projekt: Langfristig wieder mehr Gerätturnen in
Österreichs Schu-
len zu verankern. Dazu ist eine verbesserte Aus-und Weiterbildung der Lehrer
ebenso not-
wendig, wie man das „Turnen als Grundsportart“ imagemäßig mit den verwandten
Trend-
sportarten Parkour, Freerun oder Streetdance verbindet. Erste Erfolge
bestätigen den ein-
geschlagenen Weg. |
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Ein weiteres vom Sportministerium gefördertes Projekt
zum „Turnen als Grundsportart“ verdient
besondere Be-
achtung: Österreichs beste 12- bis 14-jährige Fußball-
talente lernten seit 2008 in ausgewählten Landesausbil-
dungszentren des ÖFB in mehreren wöchentlichen Ein-
heiten bei kompetenten Trainern turnen. Mit Ende des
Projektes zu Jahresende 2011 stand fest: Die Fußballer
entwickelten dank Turnen eine deutlich bessere Koordi-
nation und ein besseres Körpergefühl, kicken deshalb
auch besser. Turnen ist daher ab jetzt Bestandteil des
ÖFB-Ausbildungskonzeptes. |
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Turn10 fasst nun
auch in
unseren Schulen Fuss |
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