Vorschau auf das ÖFT-Jahr 2008:

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Zukunftsprognosen sind eine heikle Sache: Hintennach ist man stets
klüger und "erstens kommt es anders, zweitens als man denkt".
Doch ÖFT-Präsident Christian Katzlberger ist sich zum Wechsel von
2007 auf 2008 auf alle Fälle sicher: "Ich erwarte mir von 2008 sehr
viel, da es ein Jahr des Umsetzens sein wird.
Wir haben in den letz-
ten Jahren viele Samen gesät. Diese sind gewachsen und nun kann
mit der Ernte begonnen werden. Ich gehe daher mit sehr viel Zuver-
sicht und Freude in das neue Jahr!"
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Was wird 2008 geerntet werden?

Eine ganze Reihe von Langzeitprojekten und Strukturmaßnah-
men wurden in den letzten Jahren geplant und vorbereitet,
die nun startklar sind und den österreichischen Turnsport ein
gutes Wegstück weiter bringen werden.
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An erster Stelle zu nennen: Das neue Turnprogramm!
Es wird im zentralen Kernbereich der Vereinsarbeit (Gerätturnen! Kinderturnen!)
neue Chancen und Möglichkeiten für alle eröffnen. Parallel mit der Einführung des neuen
Programms wird ein Aus- und Fortbildungs-Schwerpunkt gesetzt und die Werbetrommel
gerührt werden. Jede Wette: Am Ende des Jahres wird das Gerätturnen mit neuer Moti-
vation und neuen Fans viel besser dastehen. Und das wird erst der Anfang sein.
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Beim Rühren der Werbetrommel wird dem Turnsport sehr helfen, dass der ÖFT bei DEN
zwei großen medialen Weltsportereignissen 2008 dabei
sein wird: Bei Olympia in
Peking
(toj toj toj Caro Weber, dass du die ÖOC-Quali schaffst!) und bei der Fußball-
EM
im eigenen Land.
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Wie bitte: Der ÖFT ist bei der EURO 2008 dabei?

Wie soll das gehen? Nun - das ist (noch) ein von der UEFA streng gehü-
tetes Geheimnis. So viel sei ausgeplaudert: Man wird in den Stadien und
bei den Fernsehübertragungen nicht am Turnen vorbei können. Da steht
ein schweiz-österreichisches STV-ÖFT-Riesenprojekt in den Startlöchern!
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Grundsportart
Turnen: Endlich Thema der Politik!
Turnen ist mehr als ein "normaler" Sport. Turnen ist (auf Co mit Leicht-
athletik und Schwimmen) eine Grundsportart. Es führt von Kindheit an in
ein bewegtes Leben. Turnen leistet die Basis für viele andere Sportarten
("Gymnastics. Start here, go anywhere"), es ist ein Motor gegen die Be-
wegungsarmut und beugt unseren "Zivilisationskrankheiten" vor.
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Dank intensiver Lobbyarbeit nehmen das jetzt endlich auch die Köpfe von Ministerien und
Politik zur Kenntnis. Erste wichtige Auswirkungen: Im 30köpfigen "sport:zukunft"-Komitee
mit allen wichtigen Entscheidungsträgern, das zurzeit hinter den Kulissen die komplette
österreichische Sportlandschaft analysiert und umkrempelt, ist der ÖFT (in Person des
Präsidenten) als einer von nur ganz wenigen Verbänden dabei. Zweite Auswirkung: Mit
Jahresbeginn 2008 startet ein vom Bundeskanzleramt vorgeschlagenes und finanziertes
ÖFT-ÖFB-Projekt: Die koordinative Grundlagenarbeit in den Fußball-Nachwuchs-
Leistungszentren wird durch Turntrainer verbessert.
Damit sich die "Kicker endlich
auch ordentlich bewegen" lernen... ;-)

Weitere Professionalisierung des ÖFT-Spitzensports!
Leiter des o.g. Fußball-Grundlagenprojektes ist der neu installierte ÖFT-Spitzensportdir-
ektor
Wolfgang Neumayer. Er wird v.a. in den olympischen Turnsportarten (Kunstturnen,
RG, Trampolin) für einen weiteren Professionalisierungsschub sorgen und die Kaderarbeit
optimieren - eine weitere ganz wichtige Neuerung 2008! Neumayer  nimmt seine Arbeit
in einer höchst viel versprechenden Situation auf: So stark wie jetzt waren sowohl die
Leistungsspitze als auch die Nachwuchssituation im ÖFT-Topsport zuvor wahrscheinlich
noch nie.

Rhythmische Gymnastik: Weber am Weg nach Peking
Läuft alles weiter nach Plan, dann wird 2008 erstmals seit zwölf Jahren wieder eine
ÖFT-Athletin bei Olympischen Spielen
an den Start gehen können: Caroline Weber hat
als 14. der WM 2007 einen von nur 20 internationalen Startplätzen erkämpft. Zu dieser
FIG-Quote braucht sie jetzt auch das nationale Olympialimit. Was erfüllt ist, wenn sie bei
vier von ihr ausgesuchten Frühjahrs-Top-Events (EM, Grand Prix
in Moskau, Bulgarien-GP, Weltcup Portimao) sowohl eine A-, als
auch eine B-Norm des ÖOC erfüllt.
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Eine
A-Norm des ÖOC bedeutet maximal EM-Platz 10 oder Platz
5 im Weltcup bzw. Grand Prix. Sollte sich so eine sauschwere A-
Norm knapp nicht ausgehen, würden auch Webers WM-Punkte
(63,200) als wieder zu erreichende "Orientierungshilfe" herange-
zogen. Fazit: Wenn Caro-As auch 2008 zumindest so gut ist,
wie 2007, wird sie das Österreichische Olympische Comité nach
Peking entsenden. Auf Lorbeer ausruhen darf sie sich aber nicht
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RG-Bundesfachwartin Gabriela Welkow-Jusek: "Ich bin bomben-
sicher: Das klappt! Zusätzlich stehen für die RG 2008 der Neu-
aufbau der EM-Gruppe
und der Juniorenkader im Vordergrund".
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Kunstturnen: Die Zukunft beginnt jetzt!

Turnerinnen-Nationaltrainerin Johanna Gratt: "Da wir bei
Olympia in Peking keine Turnerin an den Start bringen kön-
nen (Anm.: Dinah Nagel ist zurzeit dritter FIG-Ersatz, das
wird für eine Teilnahme nicht genügen)
, setzen wir bereits
jetzt das Hauptaugenmerk auf die Olympiazyklen 2012
und sogar 2016. Bei der EM und bei der Junioren-EM An-
fang April in Clermont-Ferrand erwarte ich mir von meinen
Athletinnen kompakte sehr Auftritte".
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Turner-Bundesfachwart Dieter Egermann: "Unsere Elite wird
sich 2008 auf die Weltcups konzentrieren. Bei den Junioren
setze ich bei der EM Mitte Mai in Lausanne im Team wie
im Einzel sehr deutliche Steigerungen
voraus. Wir sind
hier in den letzten beiden Jahren klar besser geworden".
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Trampolinspringen - langsam wird es international ernst...

Drei ÖFT-Trampolinspringer der "neuen Generation" haben sich für Jugend-EM qualifiziert:
Mit Nadine Nussbaummüller, Martin Spatt und Jakob Wallentin wird es Ende April in Däne-
mark ein ÖFT-Triodebüt geben. Dieses steht für den kompletten Neuaufbau des österrei-
chischen Trampolinspringens mit dem professionell gecoachten Eigenanspruch, international
konkurrenzfähig sein zu wollen. Leicht wird es nicht: Das Trio bekommt es mit bis zu vier
Jahre älterer Konkurrenz zu tun - außer Erfahrung wird da noch nicht viel zu gewinnen sein.
Bundesfachwartin Gudrun Hayn: "Wir starten 2008 ein bereits fertig entwickeltes neues
Breitensportprogramm
mit dem Ziel, die Trampolin-Basis zu verbreitern. Dazu wird es
auch neue Aus- und Fortbildungen geben".
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Team-Turnen: 300!
Alexander Susnik, der ÖFT-Bundesfachwart für das Team-Turnen,
fasst seine Ziele für 2008 in zwei Zahlen zusammen: "300 und 40.
Ich möchte die Teilnehmerzahl bei der Staatsmeisterschaft von zu-
letzt knapp über 200 auf 300 steigern. Und bei der EM im Oktober
in Gent sollen es rund 40 Österreicher an den Start schaffen".
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Sportakrobatik und Sportaerobic
Zahlenmäßig sind diese beiden Sparten die derzeit kleinsten des
ÖFT. Aerobic bereitet die Leistungsspitze auf die April-WM in Ulm
vor und wird 2008 weitere Aktionen setzen, um Vereine und deren
Übungsleiter zusätzlich zu gewinnen. Die Akrobatik setzt weiter voll

auf das Akro4Kids-Programm. Bundesfachwartin Bernadette Plutsch: "Außerdem krempeln
wir den Leistungssport um. Unser neues Reglement bringt zum Beispiel eine Reduktion der
Wettkampfklassen, was zu mehr interner Leistungsmotrivation führen soll".
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Der "normale Alltag": Training, Wettkämpfe, Kurse uvm.
Alle in diesem Text angeführten Ziele und Projekte sind selbstverständlich eingebettet in
den "ganz normalen Alltag" der Turnvereine und -verbände. Für den ÖFT bedeutet dies
unter anderem: Organisation von 18 unterschiedlichen österreichischen (Staats-)Meister-
schaften und einigen internationalen Meetings, Organisation der Kaderarbeit in acht Ver-
bandssparten, Nominierung und Entsendung zu internationalen Meetings auf allen Ebenen,
Kommunikations-, Medien-, PR- und Lobbyarbeit für das Turnen sowie last but not least
Vereinsservice durch vielfältige Maßnahmen vom Gütesiegel bis zu den Aus- und Fortbil-
dungen. Im September wird außerdem der Verbandstag die Leistungsbilanz der letzten drei
Jahre beurteilen. Eines ist klar: Langweilig wird es 2008 sicher nicht...

Robert Labner

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